Fragen und Antworten zur Augenlidkorrektur

Die Sehkraft wird prinzipiell nicht verändert, allerdings besteht vor der Operation durch Erschlaffung der Oberlider oft eine Einschränkung des Gesichtsfeldes, welche dadurch wieder normalisiert wird. Gegebenenfalls werden auch Tränenbenetzungsstörungen durch eine Augenlidstraffung behandelt.

Die Narbe wird bei einer Augenlidkorrektur sorgfältig in der oberen Lidumschlagsfalte und nach außen reichend ein schmaler, unauffälliger Strich. Die ersten 3 Monate wird die Narbe an der Außenseite der Augen noch ein wenig rosa sein. Ab der 2. Woche nach der Lidkorrektur kann die Narbe kosmetisch abgedeckt werden.

Allergien gegen Medikamente, Pflaster oder Salben sollten Sie uns in jedem Fall mitteilen, ebenso andere Vorerkrankungen an Schilddrüse, Herz oder Lunge, auch Diabetes mellitus und Augenerkrankungen, nicht ausreichende Tränenproduktion oder trockene Augen und regelmäßigen Medikamentengebrauch.

In den ersten Tagen werden Sie einen leichten Druck oder Wundschmerz verspüren, der jedoch sehr gut mit Schmerzmitteln zu behandeln ist, die wir Ihnen rezeptieren. Patienten, die diese Operation hinter sich haben, sind oft erstaunt, wie schmerzarm eine Augenlidoperation ist.

Eine Korrektur des Oberlides wird meistens unter örtlicher Betäubung durchgeführt.

Bei einer Straffung des Unterlides oder bei einer während eines einzigen Operationstermins durchgeführten kombinierten Unterlid- und Oberlid-Operation, ist eine „Sedierung“ zu empfehlen, so dass die Operation im Dämmerschlaf durchgeführt werden kann.

Nur in speziellen Einzelfällen wird eine Vollnarkose durchgeführt.

In der Regel wird eine Lidkorrektur ambulant in örtlicher Betäubung oder in Dämmerschlaf durchgeführt, sodass Sie einige Zeit nach dem Eingriff die Klinik verlassen können.

Es gibt hier keine Richtlinie, sobald Sie Ihr etwas müde wirkender Gesichtsausdruck stört oder Sie sich jünger fühlen als Sie aussehen.

Nach Entfernung der Hautfäden kann ohne weiteres Augen-Make-up getragen werden. Manchmal bestehen nach einer Woche auch noch geringe blaue Flecken, die mit Make-up gut überdeckt werden können.

Der Eingriff kann ohne weiteres bei Permanent-Make-up durchgeführt werden, da dieses von mir unter der Lupenbrille sorgfältig geschont werden kann.

Ohrringe und Piercings sollten vollständig entfernt werden. Bei Hautentzündungen muss eine Vorbehandlung erfolgen, die Sie problemlos selbst durchführen können. Außerdem sollten Sie für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation keine Schmerzmittel wie z.B. Aspirin als Schmerzmittel einnehmen, da diese die Blutgerinnung verzögern. Auch auf Alkohol, Schlafmittel, Sonnenbank und Nikotin sollten Sie weitgehend verzichten.

Folgende Beschwerden können bei einer Augenlid-OP auftreten:

  • Blaue Flecken (Hämatome), Schwellungen
  • Vorübergehende Gefühlsstörungen am Lidrand
  • Vorübergehendes Trockenheitsgefühl in den Augen
  • Siehe auch Oberlid und Unterlidstraffung.

Für den Fall, dass die Ergebnisse der Lidstraffung nach einigen Jahren nachlassen, ist eine weitere Operation möglich. Über Korrekturen des ersten Eingriffs sollte erst nach vollständiger Abheilung (nach mindestens einem halben bis einem Jahr) entschieden werden. Erst dann ist das Ergebnis der Operation vollends sichtbar.

Das ist grundsätzlich möglich und – je nach individueller Voraussetzung – im Zuge eines ästhetischen Gesamtkonzeptes mitunter sogar empfehlenswert.

Insbesondere ist es wichtig zu erfahren, ob Sie Kontaktlinsen tragen, Ihr Sehvermögen beeinträchtigt oder Ihr Augendruck erhöht ist und ob Sie ggf. an einem sog. ‘trockenen Auge’ leiden. Bei auffälligen Befunden kann eine ergänzende Abklärung beim Augenarzt vor einer Lidplastik sinnvoll sein.

Eine gewisse Änderung der Sensibilität ist kurz nach dem Eingriff normal und stellt sich nach einiger Zeit von alleine wieder ein.

Die Unterlidplastik ist immer ein komplexer Eingriff, der nicht einfach Haut wegschneidet, sondern die anatomischen Ursachen von Tränensäcken angehen muss: Insbesondere erfolgt hier eine Umverteilung der Fettkörper und eine Raffung des Augenschließmuskels.

Den normalen Alterungsprozess kann auch eine Operation nicht stoppen. Dennoch kann man von einem schönen Ergebnis für viele Jahre ausgehen. Mit eine Augenlidkorrektur macht so zu sagen eine Schritt zurück in der Zeit. Diese Schritt bleibt: Wenn wir zB währen eine Oberlidstraffung 1.5 cm Haut entfernen dann werden Sie vielleicht nach 10 Jahren wieder kommen für eine Korrektur da die Haut im Laufe der Jahre dünner wird und zu gegebener Zeit wieder „hängt“.

Grundsätzlich ist es natürlich auf Grund der anatomischen Nähe der Präparation nicht auszuschließen, dass das Auge verletzt wird, was aber bei routinemäßigen Operationen mit Lupenbrillen praktisch nicht vorkommt. Nach ca. 3500 Oberlidkorrekturen ist mir eine Verletzung am Auge nie passiert.

Das Ziehen der Fäden und das Entfernen der feinen Pflaster erfolgt meistens bereits im Rahmen eines ersten Nachsorgetermins nach einer Woche. Bei gutem Heilungsverlauf sind nach ungefähr zwei Wochen dunkle Verfärbungen nicht mehr erkennbar. Ihre Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit ist (je nach Operationsumfang und Heilungsverlauf) nach 5 bis 14 Tagen wiederhergestellt.

Bei einer medizinisch notwendigen Augenlidstraffung (z. B. aufgrund deutlicher Sichtfeldeinschränkung) kommt Ihre Krankenkasse möglicherweise für die Kosten der Operation auf.